Schlussbericht - Besucherzuwachs, volle Hallen, klare Zukunftsthemen: analytica 2026 setzt Maßstäbe
27. März 2026
- 1.135 Aussteller aus 40 Ländern
- rund 35.000 Besucher aus 115 Ländern
- KI und Automatisierung als Innovationstreiber der Branche
Volle Hallen, mehr Besucher, äußerst zufriedene Aussteller: Die analytica 2026 hat vom 24. bis 27. März in München eindrucksvoll gezeigt, wie innovationsstark und zukunftsorientiert die internationale Laborbranche ist. 1.135 Aussteller aus 40 Ländern präsentierten den rund 35.000 Besuchern aus 115 Ländern ihre Weltpremieren und Produktneuheiten aus dem kompletten Spektrum der Labortechnik, Analytik und Biotechnologie. Bei den Gesprächen am Stand und im Rahmenprogramm drehte sich alles um das digitale, automatisierte und nachhaltige Labor – allen voran das Top-Thema KI.
„Mit einem spürbaren Zuwachs bei Besuchern und Ausstellern sowie einem hohen internationalen Anteil der Teilnehmer hat die analytica 2026 erneut ihre Stellung als Weltleitmesse bewiesen“, sagt Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München. „Sie hat einmal mehr die Dynamik und Innovationskraft einer Branche sichtbar gemacht, die essenzielle Grundlagen für Wachstumsfelder wie Lebensmittel- und Qualitätskontrolle, Life Sciences und Umwelttechnik liefert.“
„Die analytica 2026 hat im Ausstellungsbereich, in der Konferenz und im Rahmenprogramm die wichtigsten Branchenthemen konsequent aufgegriffen. Damit ist sie eine einzigartige Plattform, um Trends greifbar zu machen, Fachwissen zu vermitteln und Orientierung für die Zukunft des Labors zu bieten“, ergänzt Exhibition Director Susanne Grödl. „Die positive Resonanz von Ausstellern und Besuchern zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen und wichtige Impulse für die Branche gesetzt haben.“
Aussteller ziehen rundum positive Bilanz
Die Aussteller äußerten sich sehr zufrieden mit der Messe und waren an den Ständen oft durchgehend in Gespräche eingebunden. Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von Lauda Dr. R. Wobser und neuer Fachbeiratsvorsitzender der analytica, resümiert: „Die analytica 2026 hat ihre Position als wichtigster internationaler Branchentreff erneut eindrucksvoll bestätigt.“ Für Sylveer Bergs, Geschäftsführer Thermo Fisher Dreieich, ist die analytica eine Plattform, die alle Akteure der Branche zusammenbringt: „Sie präsentiert High-End-Analytik, integrierte Life-Sciences-Workflows, digitale und automatisierte Labore sowie nachhaltige Anwendungen, und spiegelt damit den Wandel hin zu vernetzten, datengesteuerten End-to-End-Lösungen wider.“
Mathis Kuchejda, Geschäftsführer von Schmidt + Haensch und Vorsitzender der Analysen, Bio- und Labortechnik beim Branchenverband Spectaris, ergänzt: „Trotz eines zuletzt herausfordernden Marktumfelds ist die Stimmung in der Branche von Optimismus geprägt – getragen von der hohen Innovationskraft und den langfristig positiven Perspektiven.“ Experten rechnen für den globalen Labormarkt in den nächsten Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von fünf Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Automatisierung, Robotik und steigende Investitionen, beispielsweise in Life Sciences, Pharmaforschung und Umweltanalytik.
Publikumsmagneten: Sonderschauen zum modernen Labor
Das gewohnt umfangreiche Rahmenprogramm griff die drängenden Themen der Branche auf und machte sie in Vorträgen, Diskussionsrunden und Sonderschauen zugänglich. Ein Publikumsmagnet waren die täglichen Live-Vorführungen wie die Special Show Digital Transformation. Organisator Felix Lenk, Geschäftsführer von SmartLab Solutions, zieht eine äußerst positive Bilanz: „Die Begeisterung der Messebesucher war nicht nur während der Live-Demos zu spüren, sondern zeigte sich auch in den vielen hundert Einzelgesprächen zu den Themen KI, Digitalisierung, Automatisierung und Robotik.“ Gleich nebenan im Live Lab waren die Zuschauerränge ebenfalls mehrmals täglich voll besetzt, wenn Experten typische Arbeitsabläufe aus dem modernen Laboralltag präsentierten. Ebenso beliebt waren die Experimentalvorträge im Forum Lab Safety, die die Risiken der Laborarbeit anschaulich mit Knall und Rauch demonstrierten. Großer Andrang herrschte beim Jobday am letzten Messetag. Studienabgänger und Young Professionals konnten sich dort über berufliche Perspektiven in der Branche informieren und potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.
Wissenschaftlicher Austausch auf Spitzenniveau
Intensive fachliche Dialoge wurden auf der begleitenden wissenschaftlichen Konferenz geführt, die über 2.000 Teilnehmer verzeichnete. „Analytik ist die Basis allen Wissens. Das wurde auf der analytica conference einmal mehr deutlich, die im Rahmen der analytica alle zwei Jahre Industrie und Academia vernetzt“, sagt Prof. Gertrud Morlock von der Justus-Liebig-Universität Gießen, die einen Vortrag über ein nachhaltiges Miniatur-Laborsystem hielt. „Die analytica conference ist inzwischen eine der weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Konferenzen – das wurde uns in Gesprächen wiederholt zugetragen“, freut sich Susanne Grödl. Viele Sessions griffen Trends wie das digitale und grüne Labor auf und waren teilweise wegen der übergroßen Nachfrage voll ausgelastet. Weitere Vorträge befassten sich mit Themen wie dem Nachweis von Designerdrogen in der Forensik, innovativen Massenspektrometrie-Verfahren zur botanischen Herkunftsanalyse von Honig oder speziellen Analyseverfahren für alte Handschriften.
Die analytica 2026 in Zahlen
1.135 Aussteller (2024: 1.066 Aussteller) reisten aus 40 Ländern und Regionen an, 56 Prozent davon aus dem Ausland. Die Top-Ten-Ausstellerländer waren (in dieser Reihenfolge): Deutschland, China, USA, Italien, Großbritannien und Nordirland, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Indien und Spanien. Es kamen rund 35.000 Besucher (2024: 33.386 Besucher) aus 115 Ländern und Regionen, der Auslandsanteil lag bei etwa 40 Prozent. Die Top-Ten-Besucherländer waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Österreich, Schweiz, Italien, Großbritannien und Nordirland, Frankreich, Niederlande, Türkei, Polen, Tschechien und USA.
Die nächste analytica findet mit der analytica conference vom 25. bis 28. April 2028 statt.
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